BrainDance-Tage: Freitag, 30.05.2014: Vortrag von Roberto Casarotto

Vortrag von Roberto Casarotto
„Act your age“

»Act Your Age« ist eine Initiative des Centro per la Scena Contemporanea (Italien), Dance House Lemesos (Zypern) und dem Nederlandse Dansdagen (Niederlande). Das Projekt wurde unterstützt von dem EU-Kultur-Programm 2007-13. »Act Your Age“« ist ein Impuls für die europäische Gemeinschaft, sich mit dem Thema des Alterns (des alternden Körpers) zu beschäftigen – durch die Kunst des Tanzes.
Das Projekt will folgendes bewirken: 1. Einen europäischen Dialog zwischen den Generationen anregen. / 2. Ein Bewusstsein schaffen für die Wertigkeit dieser Gespräche. / 3. Eine Forschung für Tanz und Choreografie entwickeln und präsentieren für ältere Teilnehmer, die selten auf Bühnen zu sehen sind. / 4. Eine Methodik für Tanzprojekte entwickeln und vermitteln, mit Teilnehmern unterschiedlicher Altersgruppen. / 5. Kreative Ideen für den Umgang mit den Herausforderungen des Alterns zu entwickeln, mit denen die europäische Gemeinschaft konfrontiert ist. / 6. Ein neues, generationenübergreifendes Publikum zu gewinnen. / 7. Synergien schaffen zwischen teilnehmenden Organisationen durch den Austausch von Wissen, Fachkenntnissen und Kompetenzen unter den teilnehmenden Organisationen.

(Programmheft)

Nachdem Roberto Casarotto seine Tanzprojekte vorgestellt hatte, wurde ihm noch einmal die Frage gestellt, warum er auf die Idee kam, die Tanzstunden teilweise in einem Museum abzuhalten, was wir in unserem Freiburger BrainDance-Projekt von ihm übernommen haben. Auf diese Frage hatte er einige Antworten bereit: Um das Wort „Tanz“ im richtigen Sinne einzuführen, um den künstlerischen Aspekt aufzuzeigen, und mit einem Augenzwinkern: Hier ist alles, was du tust, Kunst. Das Museum ist ein öffentlicher Raum, der eine neue Art von Sichtbarkeit mit sich bringt. Als nächstes wurde der Unterschied zwischen Tanztherapeuten und Künstlern, die Tanzklassen anbieten, diskutiert, was sich als umstrittenes Thema herausstellte. Auch wurde das Projekt aufgegriffen, in dem Casarotto Teenager und alte Menschen zusammenbrachte. Er erzählte, dass die Jüngeren eine große Faszination für den Körper der Älteren gezeigt hatte, während andersherum eher Verwunderung herrschte, dass heutzutage alle gleich aussehen – wo sind die Kurven? Auch in Freiburg gab es ein Treffen der methusalems (Seniorentheater Freiburg) mit jungen Menschen, welche beeindruckt von dem Erfahrungsschatz der Älteren waren. Casarotto ist sicher, dass Tanz sowohl das Leben der Tänzer als auch der Tanzlehrer verändert. Das Tanzen bringt Freude, bringt die Menschen dazu, rauszugehen, in Kontakt zu treten, sich zusammenzuschließen, einer Gruppe anzugehören, zu teilen, seine Energie darauf zu konzentrieren oder auch den körperlichen Kontakt mit anderen Menschen zu erleben.

(Jannika)

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