Über uns

BrainDance ist ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt von zeitgenössischen Tänzerinnen, Forschenden aus den Neurowissenschaften, der Medizin und der Philosophie sowie Menschen mit Parkinson. Das Projekt wird durch die Exzellenzinitiative BrainLinks-BrainTools der Universität Freiburg und das Theater Freiburg ermöglicht. Im Mittelpunkt steht das Interesse, eine Verbindung zu schaffen zwischen Erfahrungen im Bereich des tänzerischen Wissens und der choreographischen Forschung, und den wissenschaftlichen Fragestellungen, die zur Zeit in Philosophie und Naturwissenschaft zu Bewegungsstörungen entstehen. Durch die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Forschungsbereiche und der Menschen mit Parkinson wird eine Untersuchung der verschiedenen Aspekte von menschlicher Bewegung, und was es bedeutet, die Kontrolle darüber zu verlieren, entstehen.

BrainDance ist einzigartig in seinem Fokus auf Tanz bei neurologischen Bewegungsstörungen über die Anwendung als therapeutische Maßnahme hinaus. Das Projekt ist eine wissenschaftlich-künstlerische Kooperation, in dem die Forschung im Vordergrund steht. Das vielfältige Forschungssystem setzt sich deshalb aus vier Bereichen zusammen:

Die beiden Choreografinnen Monica Gillette und Mia Habib bieten über acht Wochen hinweg zweimal wöchentlich Workshops an. Der Workshop bringt die beiden Choreografinnen mit ihren außerordentlichen Ansprüchen bezüglich Körperkontrolle und körperlicher Erforschung mit Menschen zusammen, die Parkinson haben und für die Bewegung ebenso eine Herausforderung ist – wenn auch aus ganz anderen Gründen. Die Unterrichtsstunden beginnen mit bekannten Übungen aus dem Tanzunterricht und werden dann mit Werkzeugen, die in choreografischen Prozessen angewendet werden, erweitert, um andere körperliche Zugänge zu Bewegungsentdeckung zu finden. Die Workshops sind sowohl für Menschen mit Parkinson, als auch für alle anderen Beteiligten an dem Projekt offen.

Außerdem haben die beiden Choreografinnen einen Raum für die sogenannte „Bewegungsforschung“ geschaffen. In dieser täglichen choreografischen Bewegungspraxis bearbeiten, reflektieren und hinterfragen sie die Themen des Projekts mit einer unmittelbaren Körperintelligenz anstelle der analytischen.

Der dritte Bereich besteht aus dem theoretischen Austausch, fortlaufenden Treffen mit Menschen, die das Projekt BrainLinks-BrainTools betreffend wissenschaftliche und philosophische Fachkenntnisse besitzen. Dies ist ein Raum für Reflexionen und Entdeckungen zwischen den beteiligten Berufsfeldern.

Schließlich finden eine Reihe von „Open Practices“ statt, in welcher der Öffentlichkeit Fenster geboten werden, um Einblicke in den Prozess und die auftretenden Fragen zu erhalten.

Ein großer Dank geht an das Museum für neue Kunst und an Dance Emotion für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die große Offenheit und Flexibilität, die sie uns entgegengebracht haben, ebenso wie an die Universität Freiburg für den einzigartigen Austausch und die finanzielle Ermöglichung des Projekts.

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