Internationale Teilnehmer

SARA HOUSTON ist leitende Dozentin für Tanz an der University of Roehampton in London. Ihr Interesse gilt dem Tanz für Menschen, die sich an den Rand der Gesellschaft gedrängt fühlen oder als Randgruppe gelten. Houstons aktuelles Forschungsprojekt (2010-2014) konzentriert sich auf den Einfluss von Tanz für Menschen, die mit Parkinson leben. Im Jahr 2011 verlieh ihr die BUPA-Stiftung den renommierten Vitaly for Life Prize für ihre Forschung über Tanz für Menschen mit Parkinson. Zuvor hatte Houston tänzerische Forschung mit erwachsenen männlichen Häftlingen, innerhalb von Schulen, betreutem Wohnen sowie mit Tanzkompanien durchgeführt. Sie interessiert sich für die professionelle Weiterentwicklung von Tanzlehrern und Managern. Houston wurde am Laban Centre for Movement and Dance ausgebildet. Ihre Promotion, im Jahr 2002 beleuchtet das Verhältnis zwischen Community Dance und dem New-Labour-Diskurs. Sie ist Vorstandsvorsitzende des Stiftungsrates und des Aufsichtsgremiums der Stiftung für Community Dance.

ATAN GROSS lernte parallel zum Studium der Biologie an der Hebrew University das Tanzen an der Akademie für Musik und Tanz in Jerusalem. Er setzte sein Studium der Biologie in Jerusalem bis zur Habilitation fort und führte seine Postdoc-Studien an der Washington University in Saint-Louis und an der Harvard University in Boston durch. Im Jahr 2000 kehrte er nach Israel zurück, um dem Weizmann Institute of Science beizutreten, wo er 2007 zum außerordentlichen Professor ernannt wurde. Der Fokus seines wissenschaftlichen Forschungsinteresses liegt auf dem Kraftwerk der Zellen – den Mitochondrien – und darauf, wie Energie und Stoffwechselprodukte, die von diesem Organell produziert werden, das Schicksal menschlicher Zellen bestimmen.
2012 begann er mit Shahar Biniamini und Shani Garfinkel, zwei ehemaligen Mitgliedern der Batsheva Dance Company, zusammenzuarbeiten. Gemeinsam initiierten sie Kurse für Promovierende des Weizmann Institute und den ersten israelischen Workshop mit dem Titel »Erforschung der Verbindung zwischen Tanz und Wissenschaft«, an dem führende israelische Choreografinnen und Choreografen teilgenommen haben. Seine langfristige Vision, mit professionellen Tänzerinnen und Tänzern zu arbeiten, soll ein neuartiges Verständnis der Zelldynamik und der Energetik des menschlichen Körpers ermöglichen.

SHAHAR BINIAMINI wurde 1988 in Israel geboren und begann mit zehn Jahren zu tanzen. Im Jahr 2007 machte er eine Ausbildung zum professionellen Tänzer, indem er zunächst dem Ensemble der Batsheva Dance Company beitrat und später in die Batsheva Dance Company aufgenommen wurde, in der er von 2009 bis 2013 tanzte. Während er in der Dance Company arbeitete, begann er als Teil des Projekts »Batsheva Dancers Create« eigene choreografische Arbeiten zu entwickeln. Das Projekt bietet jungen Tänzerinnen und Tänzern eine Plattform, Arbeiten zu produzieren und zu präsentieren. Für ihn ergab sich dabei die Möglichkeit, als Produzent und Künstlerischer Leiter der Veranstaltung aufzutreten, was er mehrere Jahre lang tat.
Heute arbeitet Shahar Biniaminimit dem Choreografen Ohad Naharin zusammen und unterrichtet auf der ganzen Welt. Seine künstlerische Handschrift entwickelt er stetig weiter und präsentiert seine Arbeit sowohl in Theatern und Galerien, als auch in GAGA-Workshops, einer von Ohad Naharin entwickelten Bewegungssprache, sowie weiteren methodischen Bewegungs-Workshops. Er leitet darüber hinaus den Kurs »Between Science and Movement« in Zusammenarbeit mit Shani Garfinkel am Weizmann Institute. Gemeinsam mit Atan Gross, Biologieprofessor des Instituts, etablierten sie die erste Forschungsgruppe, die aus Tänzern und Wissenschaftlern besteht und in Tel-Aviv arbeitet.

ELIZABETH WATERHOUSE arbeitet als freischaffende Tänzerin und Choreografin und unterrichtet in Bern und Dresden. Geboren im Bundesstaat New York, studierte sie Physik an der Harvard University und Tanz an der Ohio State University. Sie war als Tänzerin in der Forsythe Company von 2004 bis 2012. Ihre Schriften über Tanz wurden in verschiedenen Publikationen veröffentlicht, u.a. in Contact Quarterly, im International Journal of Digital Media and Performance, im Etcetera Magazine und in Theater Ohne Fluchtpunkt. Zuletzt veröffentlichte sie zusammen mit anderen Autoren eine Untersuchung von William Forsythes Duo »Frontiers of Neuroscience«. Im Herbst 2014 wird sie an der Universität Bern ihre Promotion zum Thema »Dancing Together: Parables of Entrainment in Contemporary Dance« beginnen. Sie gastierte 2012 mit »Tremor« von Sebastian Matthias in Freiburg.

NIELS GOTTSCHALK-MAZOUZ, Jg. 1967, Studium der Physik und Wissenschaftsgeschichte in Berlin und der Philosophie in Berlin, Leipzig und Tübingen. Physik-Diplom 1995 (TU Berlin/ Fritz-Haber-Institut der MPG). Philosophie-Promotionsstipendiat der DFG und der Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie Kollegiat am Zentrum für Ethik in den Wissenschaften in Tübingen 1995-1997. Danach Wiss. Mitarbeiter/Assistent am Institut für Philosophie der Universität Stuttgart, dort auch 1999 Promotion zum Thema Diskursethik und 2006 Habilitation mit einer Arbeit zum Wissensbegriff. Mehrere Forschungsaufenthalte an der Australian National University in Canberra. Seit 2008 Professor für Sozialphilosophie an der Universität Bayreuth. Arbeiten zu Ethik/Angewandter Ethik, Wissenschafts- und Technikphilosophie, Sozialphilosophie. Autor u.a. von »Diskursethik. Theorien-Entwicklungen-Perspektiven« (Berlin 2000).

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